Ich lade Sie zu einer kurzen Wahrnehmungsübung ein, um die FELDENKRAIS® Methode kennen zu lernen.

feldenkrais_uebungen_9Falten Sie wie zum Gebet Ihre Hände zusammen.
Welcher Daumen liegt oben? Dies ist Ihre gewohnte Weise die Hände zu falten.
Bildschirmfoto 2014-09-12 um 00.24.19Nun falten Sie Ihre Hände auf ungewohnte Weise.
Alle Finger und die Daumen wechseln die Fingerzwischenräume.

Versuchen Sie in sich hinein zu horchen, wie sich das für Sie anfühlt.
Sehr wahrscheinlich werden Sie die zweite “Faltposition” als völlig unnormal empfinden.

Das ist sie aber nicht!
Sie sind es nur nicht anders gewöhnt.

Haben Sie Beschwerden und sitzen viel bei Ihrer Arbeit?
Dann probieren Sie doch mal diese drei Übungen für zwischendurch.



1. Sequenz

Auf dem Stuhl zur Seite neigen

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Sitzen Sie bequem auf einem Stuhl mit dem Rücken an der Stuhllehne. Die Beine sind rechtwinkelig angestellt. Spüren Sie den Kontakt der Füße zum Boden, die Oberschenkel und die Sitzknochen auf der Sitzfläche. Den Kontakt des Rückens zur Stuhllehne und den Atem.

Kommen Sie auf den vorderen Teil des Stuhles. Beobachten Sie wie Sie jetzt auf den Sitzknochen sitzen. In dieser Position legen Sie Ihre linke Hand auf den Kopf, der Ellenbogen zeigt nach außen. Die Hand bewegt den Kopf nach links und die Wirbelsäule darf sich ebenfalls nach links neigen. Sie kommen zurück in die Ausgangsstellung. Wiederholen Sie dies einige male. Das Becken bleibt auf dem Stuhl. Wie spüren Sie die Verlagerung unter Ihren Sitzknochen?

Nun nehmen Sie die rechte Hand auf den Kopf und neigen Kopf und Wirbelsäule nach links. Der rechte Ellenbogen darf sich Richtung Decke bewegen. Sie kommen zurück in die Ausgangsstellung und wiederholen die Bewegung.

Beim nächsten Mal verharren Sie einen Moment in der Seitneigung nach links und beobachten Ihren Atem. Zurück in die Ausgangsstellung. Erneut die linke Hand auf den Kopf nehmen und nach links neigen. Kommt die rechte Schulter mehr mit nach oben?

Zurück zur Stuhllehne. Welcher Sitzknochen ist jetzt tiefer? Gibt es Unterschiede im Kontakt der Füße zum Boden? Wie ist der Atem zu spüren?

Kommen Sie wieder auf den vorderen Teil des Stuhles. Nehmen Sie die rechte Hand auf den Kopf und neigen sich nach rechts. Müssen Sie etwas in Ihrer Organisation verändern, um den Rücken nach rechts neigen zu können?

Legen Sie die linke Hand auf den Kopf und neigen sich nach rechts. Linker Ellenbogen und Schulter bewegen sich Richtung Zimmerdecke. Wo müssen Sie sich jetzt weiter machen? Die linke Brustkorbseite darf sich weiten, damit der Atem hineinströmen kann.

Legen Sie nocheinmal die rechte Hand auf den Kopf und neigen sich nach rechts und kommen wieder zurück in die Ausgangsstellung. Nehmen Sie einen Unterschied war?

Zurück zur Stuhllehne. Wie sitzen Sie auf Ihren Sitzknochen? Wie ist der Kontakt der Füße zum Boden? Wie fühlen sich die Halswirbel an? Wie spüren Sie Ihren Atem?

Lassen Sie beim Einatmen das Zwerchfell in Richtung Bauchraum (nach unten) sinken. Öffnen Sie evt. die Knie um Raum für die Hüftgelenke zu erhalten. Ziehen Sie beim Ausatmen absichtlich das Zwerchfell in Richtung Schädel. Wird Ihr Rücken etwas runder?

2. Sequenz

Auf dem Stuhl beugen und strecken

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Sitzen Sie bequem auf einem Stuhl mit dem Rücken an der Stuhllehne. Die Beine sind rechtwinkelig angestellt. Spüren Sie den Kontakt der Füße zum Boden, die Oberschenkel und die Sitzknochen auf der Sitzfläche. Den Kontakt des Rückens zur Stuhllehne und den Atem.


Kommen Sie auf den vorderen Teil des Stuhles, die Beine sind im Rechtenwinkel angestellt. Runden Sie Ihren Rücken etwas. Legen Sie Ihre Fingerspitzen an die Stirn, die Ellenbogen zeigen Richtung Oberschenkel. Bewegen Sie nun die Ellenbogen Richtung Zimmerdecke und erlauben dem Kopf sich nach hinten in den Nacken zu bewegen. In der Aufrichtung spielen Sie mit der Ausatmung. Bringen Sie ganz bewusst das Zwerchfell beim Ausatmen nach oben (in Richtung Schädel). Wiederholen Sie diesen Bewegungsablauf mehrmals.


Legen Sie nur die Fingerspitzen einer Hand an die Stirn und führen die Bewegung aus. Beobachten Sie, wie sich das anfühlt.
Wechseln Sie die Hand und beobachten die Qualität der Bewegung.


Legen Sie beide Handflächen an Wangen und Unterkiefer, Ellenbogen zeigen zu den Oberschenkel. In dieser Position bewegen Sie die Ellenbogen und den Kopf in Richtung Zimmerdecke und spielen mit der Ausatmung.


Zurück zur Stuhllehne. Ist jetzt Ihr oberer Rücken etwas beweglicher geworden?
Wie spüren Sie den Kontakt des Rückens zur Lehne?

3. Sequenz

Auf dem Stuhl beugen und strecken

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Sitzen Sie bequem auf einem Stuhl mit dem Rücken an der Stuhllehne. Die Beine sind rechtwinkelig angestellt. Spüren Sie den Kontakt der Füße zum Boden, die Oberschenkel und die Sitzknochen auf der Sitzfläche. Den Kontakt des Rückens zur Stuhllehne und den Atem.


Kommen Sie auf den vorderen Teil des Stuhles. Runden Sie Ihren Rücken etwas und verschränken die Hände und legen sie auf den Hinterkopf, die Ellenbogen zeigen zu den Oberschenkel. Der Kopf ist zur Brust geneigt. Bewegen Sie die Ellenbogen und den Kopf in Richtung Zimmerdecke. Was geschieht zwischen den Schulterblättern?


Runden Sie den Rücken. Neigen Sie den Kopf zur Brust und drehen ihn nach rechts. Legen Sie die linke Hand auf das rechte Ohr. Lassen Sie den Ellenbogen, Kopf und den übrigen Körper in Richtung Zimmerdecke bewegen.


Runden Sie den Rücken. Neigen den Kopf zur Brust und drehen ihn nach links. Legen Sie die rechte Hand auf das linke Ohr. Bewegen Sie den Ellenbogen, Kopf und übrigen Köper in Richtung Zimmerdecke. Was geschieht dabei in Ihrem Becken?


Den Rücken wieder rund werden lassen, die Hände ungewohnt verschränken und hinter den Kopf legen. Die Ellenbogen Richtung Decke bewegen und den Kopf mitgehen lassen. Unterschiede beobachten. Bei dieser Bewegung auch nochmal bewusst ans Ausatmen denken.


Zur Stuhllehne zurückkehren. Schauen Sie zum Horizont und beobachten Sie die Qualität im Nacken wenn Sie den Kopf nach rechts und links drehen.
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